Studie zur Mundhygiene bei Erst‌klässlern

Studie zur Mundhygiene bei Erst‌klässlern

Studie zur Mundhygiene bei Erst‌klässlern

 

Mundhygiene und Kariespro‌phylaxe bei Kindern.

Die Befragung von Erstklässlern einer Münchner Grundschule ergab folgende Ergebnisse:

Es ist erstaunlich, dass die Mehrheit der befragten Kinder eine Mundspüllösung verwendet.

Ebenso interessant ist, dass 35 Kinder Zahnseide verwenden (36 Kinder gaben an keine Zahnseide zu verwenden). Die Mehrheit der Kinder gab an, die Zähne morgens und abends zu putzen. Ebenso hervorzuheben ist, dass die Mehrheit der befragten Kinder eine elektrische Zahnbürste verwendet.

Die Entwicklung der Zäh­ne beim Kind

Mundhygiene bei Kindern

Das Milchgebiss von Kindern besteht aus 20 Milchzähnen (pro Kiefer jeweils 4 Schneidezähne, 2 Eckzähne und 4 Backenzähne).

Zahnung (Dentitio):
Mit ca. 4 bis 6 Monaten bekommen Säuglinge ihre ersten Milchzähne und mit ca. 20 Monaten ist das Milchgebiss komplett. Diese Werte variieren jedoch stark von Kind zu Kind.
Sofern Sie Ihrem Kind einen Schnuller geben, lassen Sie sich in der Apotheke beraten, welche Form Schnuller am besten für Ihr Kind geeignet ist.
Versuchen Sie Ihr Kind frühzeitig, spätestens mit 3 Jahren, vom Schnuller zu entwöhnen, damit es zu keinen Fehlstellungen der Zähne kommt. Während des Zahnens sollten Sie Ihrem Kind einen Beißring geben.

Milchzähne:
Wenn die ersten Milchzähne da sind, kann man bei Kleinstkindern die Zähne selbst mit einem „Fingerling“ putzen. Später, wenn das Kind etwas älter ist, sollte man es selbst die Zähne putzen lassen. Es gibt heutzutage eine Vielzahl verschiedener „Kinderzahnbürsten“ für unterschiedliche Altersgruppen. Es ist aber ratsam, abschließend die Zähne selbst nachzuputzen. Eine elektrische Zahnbürste speziell für Kinder ist ebenfalls empfehlenswert. Mit ihr lassen sich die Zähne des Kindes gründlicher und schneller putzen. Man muss bedenken, dass die Kinder zum einen von der Feinmotorik noch nicht so versiert sind und zum anderen nicht sehr viel Geduld beim Zähneputzen aufbringen. Bei Kleinstkindern sollte man noch mit einer Kinderzahncreme ohne Fluorid putzen, da die Kinder dazu neigen, die Zahncreme zu verschlucken.

Wenn die Kinder etwas älter sind, kann man entsprechend der Altersgruppe eine spezielle Kinderzahncreme mit Fluorid verwenden. Es gibt heutzutage eine Vielzahl an Kinderzahncremes für verschiedene Altersgruppen.
Ab ca. 5 Jahren sollten Sie auch spezielle Mundspüllösungen für Kinder sowie Zahnseide verwenden. Allerdings ist zu empfehlen, Ihrem Kind bei der Anwendung der Zahnseide zu helfen.
Lassen Sie Ihr Kind selbst die Zahncreme aussuchen, denn wenn der Geschmack Ihrem Kind nicht gefällt, wird es ungern Zähne putzen. Versuchen Sie von Anfang an Ihr Kind zum Zähneputzen zu motivieren.

Der erste Zahnarztbesuch:
Gehen Sie mit Ihrem Kind möglichst bald, d.h. wenn die ersten Milchzähne da sind, zum Zahnarzt. So gewöhnt sich Ihr Kind schon sehr früh an den Zahnarztbesuch und dieser bleibt in positiver Erinnerung, weil „nichts Schlimmes“ passiert.
Wenn man im Gegensatz dazu das erste Mal zum Zahnarzt geht, wenn ein Kind Karies oder Schmerzen hat, dann wird es sich eventuell beim ersten Mal nicht gleich behandeln lassen.
Noch eine wichtige Anmerkung: wenn Sie selbst Angst vor dem Zahnarztbesuch haben, dann kommunizieren Sie das am besten nicht vor Ihren Kindern. Sie sollten sich Ihre Vorbildfunktion vor Augen halten. Wirken Sie vor dem Zahnarztbesuch positiv auf Ihr Kind ein.
Weiteres lesen Sie unter: → Zahnbehandlung bei Kindern (Prophylaxe und Prävention)

Kariesprophylaxe bei Kindern

Mithilfe der Individualprophylaxe für Kinder aller Altersgruppen in der zahnärztlichen Praxis können wir Karies effektiv vorbeugen! Deshalb gehen Sie mit Ihrem Kind regelmäßig zum Zahnarzt. Die zeitlichen Intervalle sollten kürzer sein als bei Erwachsenen. Die Milchzähne sind nicht so stark mineralisiert und daher weicher als die bleibenden Zähne. Entsteht bei Milchzähnen eine Karies, schreitet Sie schneller voran, als bei den bleibenden Zähnen.

Heutzutage gibt die Mehrheit der Kinderärzte in den ersten Lebensjahren des Kindes zur Kariesprophylaxe aber auch zur richtigen Entwicklung der Knochen das Vitamin D3.

Einige Kinderärzte geben den Kindern noch Fluoridtabletten bzw. Fluoridtabletten in Kombination mit Vitamin D3.

Ab dem 6. Lebensjahr kann man zusätzlich einmal wöchentlich ein Fluoridgel verwenden, dies stärkt zusätzlich den Zahnschmelz.

Im Alter von 6 Jahren kommen die ersten bleibenden Zähne. Dies sind die ersten bleibenden Molaren (Backenzähne, 6-er). Diese kommen am Ende der Milchzahnreihe raus. Man sollte dann die Grübchen (Fissuren) dieser bleibenden Backenzähne und später auch die der nachwachsenden Prämolaren (Vormahlzähne) versiegeln.

Auf diese Weise kann man Karies auf den Kauflächen effektiv vermeiden.

Bei der Fissurenversiegelung bringt der Laser viele Vorteile mit sich. Die Behandlung mit dem Laser ist schmerzfrei und wird von den Kindern sehr gut toleriert. Weiteres lesen Sie unter: → Laserbehandlung – Fissurenversiegelung

Außerdem kann man mithilfe des Lasers Fluoride auf die Zahnsubstanz einlasern, dadurch wird die Zahnhartsubstanz widerstandsfähiger und das Kariesrisiko wird erheblich gesenkt. Auch diese Methode ist absolut schmerzfrei. Weiteres lesen Sie unter: → Kariesprävention – Moderne Verfahren der Kariestherapie

Mithilfe der zahnmedizinischen Laser/Laserfluoreszenz (Diagnodent Pen, Fotooptische Transillumination, Laserfluoreszenzkamera) kann man Karies bereits im Frühstadium bei Kindern diagnostizieren und somit gleich behandeln, bevor die Karies weiter fortschreitet.

Auch mithilfe der Homöopathie kann man Karies bei Kindern vorbeugen. → Homöopathie und Schüsslersalze

Die Homöopathie lässt sich auch bei Zahnungsbeschwerden und Zahnarztangst sinnvoll einsetzen. Lesen Sie mehr zur Homöopathie unter → Homöopathie

Achten Sie bei Ihrem Kind unbedingt auf eine zahngesunde und ausgewogene Ernährung. Ich denke, es ist falsch, einem Kind Süßigkeiten komplett zu verbieten. Es ist zu empfehlen, wenn ihr Kind Verlangen nach Süßem hat, ihm Süßigkeiten als Nachspeise zu den Mahlzeiten zu geben. Warten Sie danach eine halbe Stunde und lassen Ihr Kind dann die Zähne putzen.

Verzichten Sie auf zuckerhaltige Tees und Softdrinks, geben Sie Ihrem Kind lieber Wasser oder ungesüßten Tee. Vermeiden Sie Zwischenmahlzeiten. Zuckerhaltige Getränke und häufige Zwischenmahlzeiten erhöhen das Kariesrisiko deutlich.

Es ist zu empfehlen Ihrem Kind Hartkäse zum Essen zu geben, da Hartkäse Casein einhält. Casein schützt die Zähne vor Karies. Außerdem enthalten alle Milchprodukte wertvolles Kalzium, welches sowohl die Zähne als auch die Knochen Ihres Kindes stärkt.

Bei weiteren Fragen zu einer zahngesunden Ernährung, wenden Sie sich bitte an mich.


Angst vor der Zahnbehandlung?

Mundhygiene bei Kindern

Heutzutage stehen uns viele innovative Materialien, Methoden und Geräte zur Verfügung, um den Zahnarztbesuch für Ihr Kind so angenehm wie möglich zu gestalten.

(Siehe auch → Moderne Kariestherapie)

Gehen Sie mit Ihren Kindern möglichst frühzeitig zum Zahnarzt, wenn noch keine Beschwerden aufgetreten sind und danach auch regelmäßig in kürzeren Abständen. So bleiben die ersten Zahnarztbesuche für Ihr Kind in guter Erinnerung.
Bedenken Sie, dass negative Erfahrungen in der Kindheit in unserem Unterbewusstsein gespeichert werden und unser Verhalten später unterbewusst beeinflussen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man auf die Kinder spielerisch eingeht und mit „ihrer Sprache“ jeden einzelnen Behandlungsschritt erklärt, verlieren sie ihre Angst vor dem Zahnarztbesuch und machen auch zu Hause bei der täglichen Mundhygiene gut mit.

Sehr wichtig ist dabei, dass man sich bei der Behandlung ausreichend Zeit für die kleinen Patienten nimmt und keine Hektik aufkommen lässt, denn eine ruhige und entspannte Atmosphäre wirkt beruhigend auf Ihr Kind.

Angst gehört neben Freude und Ärger zu den Emotionen, die Kinder im ersten Lebensjahr entwickeln. In Studien hat man festgestellt, dass die Gründe für die Entstehung der Zahnbehandlungsangst bei Kindern vielfältig sind. Ebenfalls konnte man in Studien feststellen, dass Kinder häufig mehrere Ängste gleichzeitig haben bzw. dass sich die Angstinhalte mit dem Alter der Kinder ändern.

So haben einjährige Kinder z.B. Angst vor fremden Menschen, fremden Gegenständen oder lauten Geräuschen. Bei 2-4 jährigen Kindern sind es Ängste vor Tieren, Dunkelheit, Phantasiegestalten, dem Alleinsein bzw. Blitz und Donner. Die häufigsten Ängste bei 7-10 jährigen betreffen u.a. die Schule, negative Bewertungen, Tod, Krankheiten oder medizinische Eingriffen. Mit dem Schulalter nehmen die Ängste vor Dunkelheit, Fremden und Tieren ab, hingegen nehmen die sozialen Ängste und Ängste bezüglich der Gesundheit zu.

Der elterliche Erziehungsstil hat auch einen Einfluss auf die Entwicklung von Ängsten bei Kindern. Hier gelten ein hohes Maß an überbehütetem bzw. kontrolliertem Verhalten einerseits sowie wenig emotionale Wärme und mangelnde Feinfühligkeit anderseits als Risikofaktoren.

Man hat festgestellt, dass die im Kindesalter entwickelte Zahnbehandlungsangst oft bis ins Erwachsenenalter erhalten bleibt und sich noch weiter verstärkt.

Wichtig für den Therapeuten ist es, ängstliche Kinder zu identifizieren, um sich somit während der Behandlung besser auf das Kind einstellen zu können. Wenn Kinder Geschwister haben, die eine Zahnbehandlungsangst entwickelt haben, so fördert dies auch seine ängstliche Einstellung gegenüber einer zahnärztlichen Behandlung.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Behandlung von Kindern aller Altersgruppen ist, dass man den Kindern gegenüber, ehrlich ist (so auch falls Schmerzen auftreten könnten). Zahnärztliche Instrumente, die bedrohlich aussehen (Spritzen etc.) sollten nicht im sichtbaren Bereich der Kinder gelagert werden – das gilt natürlich auch für ängstliche Erwachsene.

Lange Wartezeiten vor der Behandlung steigern die Angst. Durch eine großzügige Terminplanung vermeiden wir in unserer Praxis Wartezeiten – d.h. Sie bzw. Ihr Kind kommen pünktlich dran und verlassen auch pünktlich wieder unsere Praxis.

Studien haben bewiesen, dass eine laute Geräuschkulisse und besonders unangenehme Geräusche in einer Praxis Ängste steigern. Wir legen Wert auf ein ruhiges Umfeld. Auch unangenehme Gerüche oder bestimmte Farben können Ängste steigern. Unangenehme Gerüche lassen sich durch Frischluft (regelmäßiges Lüften sowie Luftreiniger) und Beduftung der Raumluft mit hochwertigen reinen ätherischen Ölen effektiv vermeiden.
Bestimmte ätherische Öle können bei Ängsten und Verkrampfungen des Patienten entspannend wirken, dies beweisen zahlreiche Studien.

Ebenso kann man mit einer durchdachten Farbwahl der Praxis den Gemütszustand des Patienten positiv beeinflussen, auch dies wurde untersucht und belegt. Wir haben unsere Praxis bewusst farblich gestaltet, um eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen, in der sich unsere Patienten gut aufgehoben und nicht ausgeliefert fühlen.

Noch ein Tipp zuletzt: mit Hilfe der Homöopathie, aber auch mit Bachblüten lassen sich Ängste bei Kindern effektiv und ohne Nebenwirkungen behandeln. Bachblüten gibt es heutzutage auch als alkoholfreie Präparate und Globuli – diese sind auch für Kinder geeignet. → Homöopathie

 

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